Französisch Polynesien für Schweizer

Auf der Französischen Botschaft in Ecuador hat man uns gesagt wir brauchen ein Visum. Also alle Papiere ausfüllen und knapp 300 USD für uns zwei bezahlen.

Bald darauf die Nachricht, ihr könnt das Geld wieder zurückhaben, Schweizer brauchen kein Visum. Ein Schreiben von Papeete bestätigt, dass wir uns einfach auf der jeweiligen Insel beim Maire melden müssen und wir dürften für 12 Monate bleiben.

Jetzt sind wir hier und es wird uns gesagt, wir dürften 36 Monate in Französisch Polynesien bleiben. Allerdings, wir haben noch nichts Schriftliches. 24. September 2014

Sobald wir mehr wissen werden wir hier weiter schreiben.

Hiva Oa

Jetzt sind wir schon 5 Tage hier. Es ist schön hier, aber es regnet, jeden Tag. Und heute Mittwoch 24.9 eigentlich fast den ganzen Tag. Das Wasser ist wärmer als die Luft. Gestern haben wir in Atuona gegessen. Eine riesen Pizza, Antonio würde natürlich sagen, dass das keine Pizza ist. Recht hätte er, aber was willst Du, wenn die Serviertochter eine Blume im Haar hat.

Wir planen als Erstes eine Inselumrundung. Äh ja das ist schon eine schwierige Sache, sollen wir im Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn lossegeln? Es wird wohl Gegenuhrzeigersinn sein, oder doch nicht? Man kann hier lesen, welch schwierige Entscheide wir zu fällen haben. Wir bleiben wohl noch ein bisschen, bis wir uns für eine Richtung entschieden haben.

Wir haben die nähere Umgebung schon per Fahrrad erkundigt. Viel hat es nicht, dafür sind die Berge steil. Und man merkt es, wir sind nicht mehr so trainiert. Es gilt wieder Kondition aufzubauen, damit wir wieder längere Bergstrecken zurücklegen können. Das Gauguin Museum besucht, also schon etwas für unsere Kultur gemacht. Morgen wird es hoffentlich nicht regnen und wir radeln an unsere erste richtige Kultstätte. Ja und dann ist es bald Zeit sich für eine Richtung festzulegen.

Galapagos Santa Cruz

Seit 8. August sind wir auf Santa Cruz, Puerto Ayora. Den ersten Hafen, den man auf den Galapagos anläuft, wird der “Heimathafen”. Man darf dann hier 21 Tage bleiben, aber nur hier. Es gibt teurere Versionen mit einem Papier “Autographo”. Aber alleine das kostet zwischen 400 bis 700 USD. Auf jeden Fall sind um die 1’000 USD fällig sobald man anlegt. Billiger geht es nur, wenn man auf Notfall macht und einen Schaden voräuscht. Und teurer geht es auch, wenn man pro Tag so um die 1’000 locker macht, dafür darf man dann aber fast überall anlegen.

Überhaupt, die Galapagos sind eine Geldmaschine. Nicht nur ist das Essen viel teurer als auf dem Festland, auch die Touren die man buchen kann sind happig, es sind richtige Schweizerpreise. Vergleicht man dann aber den Service, dann entspricht der bei weiten nicht was wir Europäer uns gewohnt sind.

Aber jetzt was gibt es hier zu sehen? Also nur hier auf Santa Cruz kann man sicher eine Woche verweilen, ohne dass es langweilig wird. Im Hafen kann man unter Tags und auch Nachts dem Spiel der Seelöwen, Echsen, Vögel und fischartigen Tieren endlos zuschauen. Der Steg hat eine Beleuchtung richtung Wasser und so sieht man nachts sogar besser als unter Tags was sich da so unter der Meeresoberfläche bewegt. Das Darwin Center dürfte wohl das bekannteste Ausflugziehl sein. Es gibt aber auch verschiedene schöne Strände die man besuchen kann. Nur schon der Weg dorthin ist ein Besuch wert. Die Wege sind ganz speziell angelegt und führen durch die typische Inselnatur. Und auf jedem Spaziergang sieht man Vögel und Echsen. Im Landesinnern, man spricht hier vom “Highland” findet man dann Farmen mit den grossen Landschildkröten.

Jederzeit kann man verschiedene Touren rund um Santa Cruz buchen. Aber eben da muss man die Geldbörse zücken. Solange uns die Gratisziele nicht aussgehen, solange bezahlen wir nichts auf unserer Heiminsel.

Ab Santa Cruz haben wir natürlich unsere Touren gebucht. Aber das sind eigene Berichte. Auch ein paar Highlights hier auf der Insel kommen in einen separaten Bericht. Ganz besonder der Besuch bei Camilo dem Führer unserer ersten Tour auf die Insel Floreana. Ja ja das hat uns fast eine ganze Flasche Rum gekostet, aber wir haben dafür einiges zurück bekommen.  Weiterlesen

Warm Water SY Allure

Wir haben nicht nur einen Wassermacher (Desalinator) sondern auch ein Solarpanel mit Vakuumröhren um Warm- oder sogar Heisswasser herzustellen. So haben wir fast jeden Tag abhängig von der Dauer der Sonneneinstrahlung Warm- bis Heisswasser. Wenn Du näheres wissen möchtest lies hier nach

We have not only a desalinator but as well a solar heater with vacuum tubes to produce warm or even hot water, depending on the solar Radiation. If you are interessted read here

Galapagos

Ja wir sind angekommen, nur 4 Tage haben wir gebraucht. Mehr wird kommen, aber zuerst müssen wir ein funktionierendes Internet finden. Und das scheint unmöglich :-(( Ansonsten ist es hier super. Wetter toll, Temperatur immer, Tag und Nacht, angenehm, zutrauliche Tiere, interessante Gegend gutes Essen, aber alles teuer für Ecuador. Europäische hochpreise :-((

Segeln in Ecuador

Nun wir dachten dass wir am 29. Juli wieder unterwegs sind. Endlich Richtung Galapagos. Wir haben ja viel Zeit verbracht um Papiere für Polynesien und Galapagos zu organisieren. Tja, für Polynesien brauchen wir keine, so mindestens sagt die französische Botschaft. Und für Galapagos ist es so teuer (günstigste Offerte 480 USD, teuerste 700 USD) um 1 Papier zu bekommen, dass wir es einfach nicht machen. Also 6 Wochen Zeitverschwendung, ausser unsere Besuche im Land. Die waren schön.

Und jetzt wollen wir gehen und tja es geht nicht. Freitag Feiertag? nur für die Hafenbehörde? Montag, niemand hier um eine Zarpe auszustellen? Bin gespannt wann wir schreiben, hurra wir legen ab.

Eine Überraschung in Cuenca

Wenn Du die Türe siehst willst Du gleich umkehren. Wenn Du aber dann das Hostal Naranja betrittst änderst Du deine Meinung schnell.  Und wenn Du das “bien venido” hörst, dann willst Du für immer bleiben. Und so verbringen wir 2, 3 Nächte in einem ganz speziellen Hotel.

Patrick Heini

14. Juli 2014

Die Woche vom 14. 7. bis ca. am 20. sind wir unterwegs nach Guayaquil und Cuenca. Dann die Woche drauf, (Woche 30) letzte Vorbereitungen zum Ablegen. Und dann in der Woche 31 werden wir nach Galapagos segeln. Dort, je nach dem was wir fertig bringen, werden wir knappe 3 Wochen verbringen. Und dann, ja dann starten wir unsere längste Reise, wir durchqueren den Pazifik. Also bald hört ihr lange nichts mehr von Uns. Internet Galapagos ? im Pazifik nix.

Bus fahren in Ecuador / Südamerika

Wenn einer eine Reise tut… in Südamerika, dann soll er den Bus nehmen.

Wir kennen und schätzen es auch hier in Ecuador. Aber schon vorher, von vielen Reisen in Südamerika habe ich oft den Bus genommen. Argentinien, Bolivien, Mexico, Paraguay, Peru und Uruguay, überall habe ich immer den Bus genommen.

Und eben jetzt hier in Ecuador haben wir schon einiges mit dem Bus gesehen. Interessant, die Leute hier ziehen es vor in der Nacht zu reisen. So können sie den nächsten Tag gleich wieder ihren Tätigkeiten nachgehen. Wir Touris reisen natürlich lieber unter Tag, da sehen wir etwas von der Gegen.

Bus 937 Bus 758

Und zu sehen gibt es viel. Edith bemerkt vor allem die armen Tiere. Jedes Tier welches sie sieht, sollte besser/anders gehalten werden. Was sie so sieht gibt uns beiden viel Gesprächsstoff. Der arme Hund der da hinkt und natürlich unterernährt ist. Die Katze die ängstlich gejagt durch die Strassen eilt, das Schwein und die Kuh die da in der abgeweideten riesigen Fläche wie verloren dastehen . In Tat und Wahrheit geht es den Tieren hier zum Teil besser als in der Schweiz, zum Teil aber auch schlechter. Sie leben in der Natur, was auch nicht nur Vorteile hat. Ein hygienischer Stall und regelmässig Futter ist vielleicht als Schwein auch nicht zu verachten.

Viele Mütter reisen mit ihren Kindern. Und wenn man mit Frauen ins Gespräch kommt, hören wir oft von ihren 4 und mehr Kindern. Frauen mit 20 haben sicher schon 3 und mehr Kinder. Die Kinder werden im Bus sich selber überlassen. Die armen, nicht einmal Nintendo haben sie dabei. Trotzdem, das geht eigentlich ganz gut. Man hört kaum Kindergeschrei oder Zwängen. Nur einmal hat eine kleine satte 4 Stunden geplaudert. Herzig, das Maul hat nie aufgehört zu plappern.

Für uns ist die Gegen meist sehr interessant. Die Vegetation ändert schnell von der Küste bis wir in den Anden auf über 2‘000 m sind. Meist ist es an der Küste bewölkt und wenn wir in die Berge kommen, scheint die Sonne. Zum Glück, sonst wäre es auch unter Tags kalt. So ist es unter Tags angenehm warm und nachts Kühlt es ziemlich ab. Wenn wir durch Dörfer oder Städte fahren sehen wir überall die halbfertigen Gebäude. Man baut bis man kein Geld mehr hat, dann hört man auf und wartet auf mehr Geld, das nie kommt. Und man ist dann auch so zufrieden. Und wir können an fast jedem Haus die rostigen Betoneisen bewundern. Alle verkaufen in ihren Geschäften oder Ständen dasselbe. Keine Abwechslung, kein Hervorheben der Produkte und wohl kaum andere Preise. Wir sind einfach erstaunt.

Die Strassen sind eigentlich sehr gut. Es gibt wenige Autobahnen, und wenn, dann muss man zahlen. Viele Strassen sind 2-Spurig. Und wenn nicht, dann kann man doch immer überholen, oder mindestens überholt man fast immer. Wehe wenn es regnet. Dann werden die Strassen zum Flüssen und die Sicht ziemlich eingeschränkt, aber die Fahrweise ändert sich kaum. Trotzdem, die Busse sind ein sicheres Verkehrsmittel. Eindeutig sicherer als der Individualverkehr.

Die Buse sind ziemlich pünktlich. Und wird unterwegs gestoppt, 20 Minuten, dann sind es wirklich nur 20 Minuten. Einige Latinos müssen dann dem Bus nachspringen, weil sie nicht begreifen dass zwanzig nicht 21 ist. Es wird wenig angehalten. Eine 4-Stunden Fahrt ist meistens ohne halt. Also Blase vorher leeren. Interessant wird die Temperatur im Bus gestaltet. Entweder 30° oder 17°. Kein Witz, entweder friert man oder man schwitzt. Zum Glück haben wir meinen 30-jahre alten Poncho behalten. Die Alpakawolle hält uns beide warm. Ansonsten sind die Buse recht bequem. Es gibt auch billige Buse, da sitzen dann mehr Leute drin. Billig? Im Luxusbus bezahlen wir für eine 8 Stunden Fahrt (ca. 400 km) 10 USD pro Person. Sitze sind nummeriert. Meistens funktioniert das gut. Nur manchmal findet man seinen Sitz besetzt, Einheimische und Touristen. Und dann kann es sein, dass sie stur sind. Leider fühlt sich das Buspersonal (Chauffeur und Begleiter) nicht zuständig. Zum Glück ist das aber selten.

Hunger oder Durst muss man im Bus nicht leiden. Zwar steht überall angeschrieben, Essen und Trinken verboten. Immer mal zwischendurch kommen fliegende Händler in den Bus und preisen ihre Ware an. Ein paar Minuten (oder 5km) später steigen sie aus dem fahrenden Bus (keine Angst er ist langsam genug).Nicht sehr lange und der nächste kommt mit Eiscreme.

Ob am Tag oder in der Nacht, alle schlafen. Nur Edith und ich diskutieren:  arme Tiere, dicke Frauen, viele Kinder, schmutzige Orte, halbfertige Häuser, gleiche Geschäfte, schöne Schluchten, sonderbare Pflanzen – bis auch wir müde ein Nickerchen machen.