20 Tage Neuseeland

Am Sonntag den 15 November sind wir angekommen. Und heute am 24. November sind wir wieder zurück in Opua. Wir werden ja eine Heizung einbauen, wir freuen uns. Aber das ist nicht die Geschichte die wir hier erzählen wollen, wir erzählen lieber über unsere ersten 20 Tage in Neuseeland. Weiterlesen

Auf dem Trockenen

Es regnet. So sitze ich im Schiffinnern, zum Glück ziemlich trocken. Und es regnet weiter. Jasmin hat gerade per WhatsApp eine super Note durchgegeben. Ich esse Chinesen Take A Way. Und es Regent noch immer.

Also Allure ist an Land. Aufgebockt. Und ich fange an auseinander zu nehmen. Propeller weg. Oh da ist ja was kaputt. Getriebeöl ist milchig. also neue Dichtungen. 2´500 $. Die Ruder haben spiel, zu viel Spiel. Als Lager auswechseln. 1´500 $. Soll ich weiter aufzählen? Ich denke der Aufenthalt hier in NZ wird uns etwa 30´000 CHF kosten. Hauptsächlich Reparaturen und Service.

Nun ich hoffe, dass das nur alle 3 Jahre vorkommt. Sonst sind wir dann schnell pleite.

Oh, es regnet weniger., hört glaube ich sogar auf. Aber es ist zu dunkel (20:20) zum weiter Arbeiten

Pacific News

Wir sind zufrieden in Neuseeland, Whangarei und wir denken an Freunde die sich entschieden haben in Fidschi zu bleiben. Wir denken auch an bekannte in Fidschi, Leute die wir kurz oder lang getroffen haben. Wir denken an unsere „Familie“ in der Laugruppe in Vulaga.

Wenn Du selber nachlesen möchtest: Cyclone Winston

Wir hören nur immer von solchen Unwetter. Bis jetzt waren wir glücklich und haben noch nie so etwas erlebt. Im Atlantik hatten wir während eines Squalls so 55 Knoten Wind. Und einmal, in Palma de Mallorca während einem Skipperkurs, da ging es auch heiss her. Du kannst es dir anschauen: auf Allure und Cabrera

Wie viel Wind ist viel Wind?
Ein Föhnsturm in der Schweiz so 100 – 120 km/h, zwischen 10 und 11 Bf
Wenn wir von viel Wind sprechen in der Schweiz sind das so 30 – 40 km/h also lumpige 4 bis 5 Bf
Die Beaufort Skala hört bei 12Bf auf. Das entspricht über 120 km/h
Winston soll mit 300 km/h auf Fidschi, Tavenui getroffen sein.

Tavenui liegt im Osten der Nordinsel Vanua Levu. In Vanua Levu, Savusavu sind wir ja angekommen. Und in Savusavu liegen einige Bekannte. Es galt als Hurrican Hole. Jetzt wohl nicht mehr.

Wir planen ja die nächste Saison nach Tonga zu segeln. Winston war vorher in Tonga. Er passierte den Süden von Fidschi, setzte sein zerstörerisches Werk in Tonga fort und kehrte jetzt zurück nach Fidschi.

Waitangi Day

Waitangi Day ist wie bei uns 1ter August. Auf dem hiesigen Rütli, sie nennen es Treaty Ground wurde 1840, am 6. Februar der Vertrag zwischen den Maori und den Europäern unterschrieben. Und seither gibt es Neuseeland offiziell.

Um 7 Uhr wollten wir beim Hochziehen der Flagge dabei sein. 6:15 Tagwach, 6:30 unter Protest von Edith loslegen Richtung Waitangi Treaty Ground. Wir waren pünktlich, aber die Flagge war schon oben. Und gesehen haben wir auch nichts.

Bald darauf, die ersten Kriegskanu. Und sie kurvten genau um unseren Ankerplatz. Toll

Waka 37m langes Kriegskanu

Waka 37m langes Kriegskanu

 

 

 

 

 

Alle umliegenden Wiesen wie der Treaty Ground waren besetzt von Ständen, Bühnen und Besucher. Musik, modern, Maori und Militär. Und auf das freuten wir uns besonders:

Haka 161Grimmig, diese Haka-Tänzer. Die Gesichter und die Tätowierung dienen dazu, den Gegner einzuschüchtern.

Haka Tanz

Bei den Zuschauer hatten sie Erfolg, alle Klatschten bei dieser Darbietung.

 

Am Abend gingen wir zurück nach Russel für die Nacht. Heute Sonntag noch schnell einkaufen und dann segeln wir gemütlich Richtung Whangarei. Allure bekommt ihre verdienten Überholarbeiten. Langsam wird es dringend notwendig. Motor raucht, wir haben verschiedene Lecks und viele neue Ausrüstungsgegenstände die wir einbauen müssen.

 

 

Es ist Sommer in NZ, ist es Sommer in NZ?

Also wir sind erfreut, es ist wärmer und es regnet weniger. Wir können das genau beurteilen, denn wir segeln tag für tag irgend wo im schönen Bay of Islands.

Vorher: 3 Tage Regen, 2 Tage schön
Jetzt   : 2 Tage Regen, 3 Tage schön, aber immer warm (Wassertemperatur 20 Grad)

Neue Inseln, neue Buchten und neue Wege zum Joggen. Manchmal treffen wir alte bekannte, manchmal segeln wir inmitten der Milenium-Regatta. Die Segelwoche in Bay of Islands hat ein paar 30 m Plus Yachten hierher gelockt. Wir haben sie dann an der Boje abgedrängt mit einem klassischen hineinwende Manöver 🙂

Stimmt natürlich nicht wir hatten gebührend Abstand. War aber trotzdem toll zu sehen wie die sich vor die Büge wenden. und wir mal gerade mit 30m Abstand.

Kerikeri, Cook Bay, Urupukapuka alles Plätze die wir wieder besucht haben. Vergiss nicht, www.s-hit.ch Menüpunkt Allure zeigt wo wir in etwa sind. Nächstes Ziel Waitangi Day. Das ist wie
1. August. Aber bis dann hörst Du wieder von uns.

Unterschrift:
2 zufriedene Blauwassersegler

Mit Allure ins Kino

Wir wollten ins Kino. Nun bei uns geht das ein bisschen anders als vielleicht in der Schweiz. Also wir sind im schönen Bay of Island. Und so schauen wir wie das Wetter ist und wird und ganz wichtig, woher denn der Wind weht. Ohne den richtigen Wind können wir nicht ins Kino :-))

Haruru Falls mit dem Kanu

Haruru Falls mit dem Kanu

Am Samstag Nachmittag legen wir ab vom Te Ti Bay. Wir waren ja mit dem Kanu am Haruru Wasserfall. War übrigens eine tolle Fahrt den Waitangi Fluss hoch. Strom von Achtern. Denn für noch gut 11/2 Stunden wird das Wasser von hinten schieben. Und zurück ging es bei abfliessendem Wasser immer schön nahe dem Ufer entlang.  So konnten wir die Natur bewundern.

Also Ablegen von Te Ti Bay zu erst nach Osten Richtung Russel. Aufgepasst, da ist eine Regatta. Da wollen wir nicht reingeraten. Die brauchen Platz. Der Bay ist nicht mehr so voll wie noch vor ein paar Tagen. Es hat nur wenig Yachten obwohl es Wochenende ist. Nur eben ca. 100 Jollen sind am Regattieren. Kaum sind wir klar vom Regatta-Feld halten wir, immer noch hart am Wind nach Nordwesten Richtung Kent Passage. Die ist ca 200m breit und hat bei Niedrigwasser noch knapp 3m Wassertiefe. Immer schön am Wind bleiben, erst kurz vor der Passage abfallen

Nach der Kentpassage geht es direkt zum Kerikeri-Inlet. Schön läuft die Allure bei Sonne und bei Wind Querab. 8 kn und flaches Wasser. Am späten Nachmittag ankern wir, ganz hinten im Kerikeri-Inlet. Hier waren wir schon ein paar Mal, aber noch nie so weit hinten. Noch 2m Wasser bei niedrig Wasser. Nachtessen, Plaudern, ein Küsschen und schlafen. Am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen, wir wollen ja ins Kino.

Tatsächlich fast mitten in der Nacht, stehen wir schon um 8 Uhr auf. Duschen, Frühstücken, Plaudern, ein Küsschen und wir steigen um 11:00 ins Dinghi Richtung Kerikeri. Edith in Vollmontur. Könnte ja etwas Wasser überkommen. Ich in kurzen Hosen und T-Shirt.

Kerikeri Inlet vom Dinghi aus gesehen

Kerikeri Inlet vom Dinghi aus gesehen

Nach knapp 1 Std machen wir beim Stone House fest. Ein neuer Weg durch den Busch bringt uns nach Kerikeri. Noch schnell etwas einkaufen. Da, in dem Supermarkt sind wir ja vor einer Weile gestanden, wie zwei Kinder im Spielzeugladen.

Damit wir keinen Hunger leiden müssen gehen wir noch zu Mc Donalds. So richtig fein essen. Und dann endlich die letzten Meter zum Kino. Wir schauen den neuen Star Wars.

Jetzt weisst Du wie das ist, wenn man per Yacht ins Kino fährt. Schon ein bisschen anders als in der Schweiz oder?