Auf dem Trockenen

Es regnet. So sitze ich im Schiffinnern, zum Glück ziemlich trocken. Und es regnet weiter. Jasmin hat gerade per WhatsApp eine super Note durchgegeben. Ich esse Chinesen Take A Way. Und es Regent noch immer.

Also Allure ist an Land. Aufgebockt. Und ich fange an auseinander zu nehmen. Propeller weg. Oh da ist ja was kaputt. Getriebeöl ist milchig. also neue Dichtungen. 2´500 $. Die Ruder haben spiel, zu viel Spiel. Als Lager auswechseln. 1´500 $. Soll ich weiter aufzählen? Ich denke der Aufenthalt hier in NZ wird uns etwa 30´000 CHF kosten. Hauptsächlich Reparaturen und Service.

Nun ich hoffe, dass das nur alle 3 Jahre vorkommt. Sonst sind wir dann schnell pleite.

Oh, es regnet weniger., hört glaube ich sogar auf. Aber es ist zu dunkel (20:20) zum weiter Arbeiten

Pacific News

Wir sind zufrieden in Neuseeland, Whangarei und wir denken an Freunde die sich entschieden haben in Fidschi zu bleiben. Wir denken auch an bekannte in Fidschi, Leute die wir kurz oder lang getroffen haben. Wir denken an unsere „Familie“ in der Laugruppe in Vulaga.

Wenn Du selber nachlesen möchtest: Cyclone Winston

Wir hören nur immer von solchen Unwetter. Bis jetzt waren wir glücklich und haben noch nie so etwas erlebt. Im Atlantik hatten wir während eines Squalls so 55 Knoten Wind. Und einmal, in Palma de Mallorca während einem Skipperkurs, da ging es auch heiss her. Du kannst es dir anschauen: auf Allure und Cabrera

Wie viel Wind ist viel Wind?
Ein Föhnsturm in der Schweiz so 100 – 120 km/h, zwischen 10 und 11 Bf
Wenn wir von viel Wind sprechen in der Schweiz sind das so 30 – 40 km/h also lumpige 4 bis 5 Bf
Die Beaufort Skala hört bei 12Bf auf. Das entspricht über 120 km/h
Winston soll mit 300 km/h auf Fidschi, Tavenui getroffen sein.

Tavenui liegt im Osten der Nordinsel Vanua Levu. In Vanua Levu, Savusavu sind wir ja angekommen. Und in Savusavu liegen einige Bekannte. Es galt als Hurrican Hole. Jetzt wohl nicht mehr.

Wir planen ja die nächste Saison nach Tonga zu segeln. Winston war vorher in Tonga. Er passierte den Süden von Fidschi, setzte sein zerstörerisches Werk in Tonga fort und kehrte jetzt zurück nach Fidschi.

Waitangi Day

Waitangi Day ist wie bei uns 1ter August. Auf dem hiesigen Rütli, sie nennen es Treaty Ground wurde 1840, am 6. Februar der Vertrag zwischen den Maori und den Europäern unterschrieben. Und seither gibt es Neuseeland offiziell.

Um 7 Uhr wollten wir beim Hochziehen der Flagge dabei sein. 6:15 Tagwach, 6:30 unter Protest von Edith loslegen Richtung Waitangi Treaty Ground. Wir waren pünktlich, aber die Flagge war schon oben. Und gesehen haben wir auch nichts.

Bald darauf, die ersten Kriegskanu. Und sie kurvten genau um unseren Ankerplatz. Toll

Waka 37m langes Kriegskanu

Waka 37m langes Kriegskanu

 

 

 

 

 

Alle umliegenden Wiesen wie der Treaty Ground waren besetzt von Ständen, Bühnen und Besucher. Musik, modern, Maori und Militär. Und auf das freuten wir uns besonders:

Haka 161Grimmig, diese Haka-Tänzer. Die Gesichter und die Tätowierung dienen dazu, den Gegner einzuschüchtern.

Haka Tanz

Bei den Zuschauer hatten sie Erfolg, alle Klatschten bei dieser Darbietung.

 

Am Abend gingen wir zurück nach Russel für die Nacht. Heute Sonntag noch schnell einkaufen und dann segeln wir gemütlich Richtung Whangarei. Allure bekommt ihre verdienten Überholarbeiten. Langsam wird es dringend notwendig. Motor raucht, wir haben verschiedene Lecks und viele neue Ausrüstungsgegenstände die wir einbauen müssen.

 

 

Es ist Sommer in NZ, ist es Sommer in NZ?

Also wir sind erfreut, es ist wärmer und es regnet weniger. Wir können das genau beurteilen, denn wir segeln tag für tag irgend wo im schönen Bay of Islands.

Vorher: 3 Tage Regen, 2 Tage schön
Jetzt   : 2 Tage Regen, 3 Tage schön, aber immer warm (Wassertemperatur 20 Grad)

Neue Inseln, neue Buchten und neue Wege zum Joggen. Manchmal treffen wir alte bekannte, manchmal segeln wir inmitten der Milenium-Regatta. Die Segelwoche in Bay of Islands hat ein paar 30 m Plus Yachten hierher gelockt. Wir haben sie dann an der Boje abgedrängt mit einem klassischen hineinwende Manöver :-)

Stimmt natürlich nicht wir hatten gebührend Abstand. War aber trotzdem toll zu sehen wie die sich vor die Büge wenden. und wir mal gerade mit 30m Abstand.

Kerikeri, Cook Bay, Urupukapuka alles Plätze die wir wieder besucht haben. Vergiss nicht, www.s-hit.ch Menüpunkt Allure zeigt wo wir in etwa sind. Nächstes Ziel Waitangi Day. Das ist wie
1. August. Aber bis dann hörst Du wieder von uns.

Unterschrift:
2 zufriedene Blauwassersegler

Mit Allure ins Kino

Wir wollten ins Kino. Nun bei uns geht das ein bisschen anders als vielleicht in der Schweiz. Also wir sind im schönen Bay of Island. Und so schauen wir wie das Wetter ist und wird und ganz wichtig, woher denn der Wind weht. Ohne den richtigen Wind können wir nicht ins Kino :-))

Haruru Falls mit dem Kanu

Haruru Falls mit dem Kanu

Am Samstag Nachmittag legen wir ab vom Te Ti Bay. Wir waren ja mit dem Kanu am Haruru Wasserfall. War übrigens eine tolle Fahrt den Waitangi Fluss hoch. Strom von Achtern. Denn für noch gut 11/2 Stunden wird das Wasser von hinten schieben. Und zurück ging es bei abfliessendem Wasser immer schön nahe dem Ufer entlang.  So konnten wir die Natur bewundern.

Also Ablegen von Te Ti Bay zu erst nach Osten Richtung Russel. Aufgepasst, da ist eine Regatta. Da wollen wir nicht reingeraten. Die brauchen Platz. Der Bay ist nicht mehr so voll wie noch vor ein paar Tagen. Es hat nur wenig Yachten obwohl es Wochenende ist. Nur eben ca. 100 Jollen sind am Regattieren. Kaum sind wir klar vom Regatta-Feld halten wir, immer noch hart am Wind nach Nordwesten Richtung Kent Passage. Die ist ca 200m breit und hat bei Niedrigwasser noch knapp 3m Wassertiefe. Immer schön am Wind bleiben, erst kurz vor der Passage abfallen

Nach der Kentpassage geht es direkt zum Kerikeri-Inlet. Schön läuft die Allure bei Sonne und bei Wind Querab. 8 kn und flaches Wasser. Am späten Nachmittag ankern wir, ganz hinten im Kerikeri-Inlet. Hier waren wir schon ein paar Mal, aber noch nie so weit hinten. Noch 2m Wasser bei niedrig Wasser. Nachtessen, Plaudern, ein Küsschen und schlafen. Am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen, wir wollen ja ins Kino.

Tatsächlich fast mitten in der Nacht, stehen wir schon um 8 Uhr auf. Duschen, Frühstücken, Plaudern, ein Küsschen und wir steigen um 11:00 ins Dinghi Richtung Kerikeri. Edith in Vollmontur. Könnte ja etwas Wasser überkommen. Ich in kurzen Hosen und T-Shirt.

Kerikeri Inlet vom Dinghi aus gesehen

Kerikeri Inlet vom Dinghi aus gesehen

Nach knapp 1 Std machen wir beim Stone House fest. Ein neuer Weg durch den Busch bringt uns nach Kerikeri. Noch schnell etwas einkaufen. Da, in dem Supermarkt sind wir ja vor einer Weile gestanden, wie zwei Kinder im Spielzeugladen.

Damit wir keinen Hunger leiden müssen gehen wir noch zu Mc Donalds. So richtig fein essen. Und dann endlich die letzten Meter zum Kino. Wir schauen den neuen Star Wars.

Jetzt weisst Du wie das ist, wenn man per Yacht ins Kino fährt. Schon ein bisschen anders als in der Schweiz oder?

 

2015 und bald heisst es 2016

Schon über 1 Monat in Neuseeland. Festtage vor der Tür. Und das alte Jahr geht zur Neige und ein neues kündigt sich an. Es ist also Zeit noch einmal etwas über uns zu berichten. Für uns ist es die dritte Weihnacht fernab von Zuhause. 2½ Jahre unterwegs. Und erst die Hälfte der Erdkugel umrundet. Festtage und ein Neues Jahr stimmen nachdenklich. Schade finden wir es, dass wir fern von der Familie sind. Gerade in diesen Tagen. Und auch weil die Familie Heini gewachsen ist. Tamara ist zu uns gestossen und klein Yaron ist auf die Welt gekommen. Schön finden wir es, dass wir so viel Tolles auf unserer Reise erleben dürfen. Im Gegensatz dazu, die Vorkommnisse in letzter Zeit, wir denken da besonders an Paris sind ja nicht erfreulich. Aber wir sind fernab in einer ziemlich heilen Welt. Die Pazifischen Inseln sind sowie so fernab von jedem Weltgeschehen. Und auch hier in Neuseeland ist man weit weg von der Welt. Ganz klar wir haben ein schönes Leben. Unsere Sorgen beschränken sich darauf, dass der Wind ständig von vorne kommt. Und wir lesen von all diesen Vorkommnissen im Internet. Irgendwie ist es zu weit weg um uns hier wirklich zu berühren. Auch wenn man mit den Neuseeländer hier spricht, Paris, Flüchtlingsdrama ist zwar ein Thema aber irgendwie surrealistisch, eben weit weg. Aber das ist ja eigentlich gar nicht was man hier lesen will. Von dem bekommt man in der zivilisierten Welt genug mit am Fernsehen.

NZ die Fortsetzung. Wir sind gute 2 Wochen in Whangarei gelegen. Dort haben wir wieder einmal so richtig Stadt genossen. Nicht dass Whangarei eine grosse Stadt ist, eher ein Städtchen. Ein kurzer Schlag mit dem Dinghi und wir waren mitten in Restaurants, Geschäften und verkehrsreichen Strassen. Ja ja wir mussten Links und Rechts schauen, bevor wir die Strasse überqueren konnten. Und hier haben Autos fast immer Vortritt. Auch auf Zebrastreifen haben die Fussgänger kein Vortritt. Nur wenn ich auf dem Fussgängerstreifen bin, darf mich ein Auto nicht überfahren (mindestens nehmen wir das an)!

Aber wir wollten ja nocheinmal den Norden, genau Bay of Island sehen. Und dann hörten wir auch von Freunden, Koa, dass sie ganz überraschend doch nach NZ kommen und ob wir den Weihnachten mit ihnen feiern würden. Also ging es zusammen in den Norden. Schön gemütlich, Bucht um Bucht besuchen. Das Interessanteste war eine Bucht in der früher (noch bis 1960) Wale gefangen und verarbeitet wurden. Ab 1940 war dies kein lohnendes Geschäft mehr. Der Besuch war auch der Anlass das Internet betreffend Walfang heute zu besuchen. Es werden von Finnland, Island und Japan noch immer über 1‘000 Wale pro Jahr gefangen. Zuviele, damit sich die Walpopulation erholen könnte. Also werden wir in einigen Jahren diese Tiere ausgerottet haben. Ups, schon wieder Negatives.

Seit gut 1 Woche sind wir jetzt im Bay of Island. Könnte ein Schweizer See sein, mit Bergen und Buchten. Und wir möchten noch einige dieser Buchten besuchen und einige der Bergli besteigen. Das gibt dann schöne Föteli von oben. Heute bereiten wir uns auf die Nacht vor. Das Wichtigste dieser Nacht, ab 00:01 schreiben wir das Jahr 2016. Heute Nacht soll es auch ein Feuerwerk geben im Bay of Island. Wir sind gut stationiert, so hoffen wir mindestens, um die Show zu sehen. Und heute Nacht soll es auch stürmen und regnen. Es windet schon ziemlich stark und der Himmel ist auch bewölkt. Das Radarbild zeigt, dass der Regen nicht mal die Nordspitze erreicht hat.

Also haben wir viele Gründe nach vorne zu schauen, ob alle Luken geschlossen sind, ob der Anker hält und ob das 2016 so gut wird wie das 2015. Somit auch allen Lesern von S-Hit Prosit Neujahr.

E&P  345

Tschüss bis ins 2016

NZ, erste Eindrücke auf Bildern

Es gefällt uns hier. Und gute Fotos kann man auch machen, denn es ist schön hier

Wir sind schon ein bisschen rumgesegelt, waren mit dem Bike unterwegs und natürlich joggen. Und dabei sieht man folgende Bilder

Beachte: die Neuseeländische Rütliwiese heisst Waitangi Treaty Ground. Und das Neuseeländische Rütli ist auf der Nordinsel, im Bay of Islands. Alleine in diesem Bay könnte man das ganze halbe Jahr, dass wir hier verbringen werden, bleiben. Ist wie ein grosser See, wie der Vierwaldstättersee.

Jetzt sind wir noch überall alleine. Aber ab Mitte Dezember sollen die Ferien anfangen, dann segelt ganz Neuseeland. Und wir sind dann mit vier Räder unterwegs.

20 Tage Neuseeland

Am Sonntag den 15 November sind wir angekommen. Und heute am 2. Dezember sind wir das zweite Mal zurück in Opua. Wir werden ja eine Heizung einbauen, wir freuen uns. Aber das ist nicht die Geschichte die wir hier erzählen wollen, wir erzählen lieber über unsere ersten 20 Tage in Neuseeland. Weiterlesen

Erfahrung Fiji und Fiji – NZ überfahrt

Wie im Bericht 1200 SM gegenan erzählt wird kann man es auch machen. Ob es immer Notwendig ist den Gurus glauben zu schenken? Hier haben wir einige getroffen, die den direkten Weg genommen haben und sie waren um mehr als 2 Tage schneller. Auch wurde uns bestätigt das diese Segler immer den direktesten Weg nehmen.

Fiji – Behörden. Wir haben eine Waffe an Bord. Tatsächlich hier im Pazifik ist das ein unnötiges Ding. Aber trotzdem wir waren bereits froh eine Waffe dabeizuhaben, sei es nur zur Beruhigung.

An vielen Orten muss man die Waffe deklarieren und auch abgeben. So auch in Fidschi. Uns wurde versichert, dass wir von überall ausklarieren können und dass die Waffe dorthin geliefert würde, gratis. Zum Glück erkundigten wir uns gut 1 Monat vor der geplanten Abfahrt. Jetzt tönte es ganz anders. In Savusavu haben wir einklariert. Hier haben wir uns auch erkundigt. Ausklarieren wollten wir von Suva.

Die Waffe nach Suva bringen hätte zwischen 200 und 600 Fiji Dollar gekostet. Genaues wollte man uns nicht sagen. (In Suva wurde uns das nach Rückfrage in Savusavu bestätigt)

Auf die Frage, wie man den von Savusavu innerhalb 24 Stunden aus den Fiji-Gewässer komme wurde uns gesagt, dass man ohne Probleme am Tag segeln und nachts Ankern dürfe. Einfach nicht mehr an Land gehen und auf gerader Route die Gewässer verlassen. Es sei nicht sicher während der Nacht in Fiji-Gewässer zu segeln. Gut dachten wir.

Beim Ausklarieren wurde uns dann in Savusavu klar gesagt, dass wir sofort (innerhalb 1 Std) ablegen müssten und dass wir auf keinen Fall irgendwo ankern dürften. Spezifisch wurde Namena erwähnt. Auf die Frage betreffend Sicherheit und segeln in der Nacht wurde uns gesagt, das sei unser Problem, wir müssten jetzt Fiji-Gewässer sofort verlassen ohne irgend wo zu ankern.