Weiter auf Entdeckung in Fidschi

Heute Donnerstag den 13. August haben wir unsere Boje in Denarau Koa überlassen. Sie bleiben an unserer Stelle noch 2 Tage. Obwohl die Wetternachrichten Ostwind voraussagen wagen wir es in See zu stechen Man muss ja etwas wagen, sonst gewinnt man nichts. Musket Cove und Denerau sind zwar schön, aber nach 1 guten Woche haben wir genug. Tapetenwechsel ist angesagt. Weiterlesen

Bula

Bula heisst Grüezi auf Fidschi. Bula hörst Du jeden Tag, mehrmals, denn die Leute sind sehr sehr nett hier. Wir sind immer wieder erstaunt wie freundlich man ist zu uns, ob in der „grossen“ Stadt oder irgendwo auf einer Insel. Ein Lächeln, ein Bula und schon plaudert man. Man will wissen woher wir kommen. Man freut sich zu erklären woher man selber kommt und wie man gerade hierher kommt. Oft sind ja die Leute nicht mehr auf der Insel auf der sich ihre Familie befindet.

Bula vinaca, zwei Worte die wir schon kennen. Grüezi und danke. Beim Einkaufen wenn Du in den Laden kommst:” Bula” und dann wenn Du gehst ob Du gekauft hast oder nicht “Vinaca”.

Wir haben auch die Zeit hier als Bula-Zeit bezeichnet. Ja die Zeit wurde wirklich nicht in Fidschi erfunden. Vielleicht ist das das Geheimnis der Leute hier. Allerdings muss man ein bisschen unterscheiden zwischen den „Ur-Einwohnern“ den echten Fidschianern und den Indern. Über 50% der Einwohner sind Indischer Abstammung. Und sie zeigen das auch gerne. Die Inder sind noch immer Inder und im Allgemeinen ein bisschen weniger Freundlich, aber dafür geschäftstüchtig. Eben vielleicht ist das das Geheimnis. Die echten Fidschianer kümmern sich wenig um Geld und nehmen das Leben leicht. Darum vielleicht auch eben diese Freundlichkeit, dieses Zeithaben für den anderen.

Nadi  479Edith nimmt uns jetzt mit ans Bula Festival

Also schon als wir das Datum gesucht haben für das Bula-Festival mussten wir einiges lernen. Es gab nämlich viele verschiedene Daten. Daten im Juli und auch verschiedene im August. Das echte Datum war dann 1. – 8 August.

Es soll ein Schönheitswettbewerb sein – Miss Bula, es ist Chilbi und es gab sogar einen Umzug. Um 13 Uhr angesagt, in der Hauptstrasse. Um 14 Uhr 2 Schulen und ein Wagen mit den Missen. Dann, wie üblich der Verkehr.

Nadi  481Wie bei uns die Chilbi. Nur wenn man genau hinschaut sind die Bahnen ein bisschen anders gebaut. Sie würden wohl in der Schweizer-Chilbi-Zulassungs-Behörte nicht akzeptiert. Eine Bahn kostet CHF 1.50 und die Leute haben genauso Spass wie bei uns

 

Nadi  485 Nadi  484

Hier sieht man die Bedienung der Rutschkupplung. Die Wägelchen mit den Gästen müssen gleichmässig gefüllt werden sonst ist der Motor zu schwach

Nadi  486Angetrieben von einem Stahlseil. Gas geben von Hand. Und schon: herrscht Freude

Vielleicht haben wir 2 Euch mit dieser kleinen Geschichte über Bula die Leute von Fidschi etwas näher gebracht. Und vielleicht kannst Du morgen deine CH-Freunde mit Bula begrüssen. Wer weiss, vielleicht ist es ja ein Zauberwort und wirkt auch in der Schweiz?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Bilder von Fidschi

Hier klicken, dann kannst Du ein paar Bilder von Fidschi anschau.

Angekommen und einklariert haben wir in Suvasuva. Suvasuva gehört zur nördlichen der beiden etwas grösseren Inseln. Vanua Levu, eben mit Suvasuva als Hauptort. Nach einem kurzen Aufenthalt sind wir auf die zweite der Hauptinseln gesegelt, Viti Levu. Dort haben wir von Denarau aus Jasmin abgeholt und sind dann zusammen mit ihr in die Mamanukas und Yasawa Inseln gesegelt. Diese beiden Inselgruppen befinden sich im Nordwesten von Viti Levu. Es sind wohl die Inseln mit den meisten Touristen. Im Süden mehr als im Norden.

Hier findet man ein paar der teuren Resorts wie zum Beispiel: http://www.bluelagoonbeachresort.com.fj/

Übrigens hier wurde der gleichnamige Film gedreht. Die Blue Lagoon hat uns auch sehr gut gefallen. Von hier aus haben wir mit unserem gemieteten Kapitän eine Grotte besucht und im Gemüsegarten eingekauft. Samir hat uns gut geführt.

Fidschi mit dem Gast

Kaum haben wir Jasi am Flughafen abgeholt, ging es per Taxi zurück zum Denarau Yachthafen. Übrigens so nebenbei. Unser Taxi, der uns zu Flughafen brachte, meinte er wolle warten. Und er machte uns einen besseren Preis, als zwei Einzelfahrten. Am Flughafen angekommen wollte ich ihm die Hälfte des Geldes geben. Er meinte, nein nein, erst wenn wir zurück sind in Denarau. Und nach diesen Worten verschwand er und fuhr von dannen. Etwa 20 Minuten nachdem Jasi gelandet war, erschien er wieder. Und er freute sich mit uns auf die Ankunft von Jasi. Weiterlesen

Und immer weiter Richtung Westen

Ja wir sind immer noch unterwegs, siehe weiter Richtung Westen. Wir haben auch Aitutaki gefunden. Und wir haben ausserhalb geankert und sind mit dem Dinghi und dem Tiefenmesser durch den Pass gefahren. 2m, 1.4m und schlussendlich 1.1m. Der Skipper wollte es wagen, der Admiral hat nein gesagt. Also sind wir draussen vor Anker geblieben.

Anker und Ankerkette auf Korallen. Ein ausgedehnter Schnorchelausflug hat nichts besseres zu Tage gefördert. Überall nur Korallen. Nein das gefällt uns nicht. Und der Hauptort Ureia,^gefällt uns auch nicht besonders. Obwohl, wir plaudern mit andern Seglern, die schon eine Woche hier sind, dass es ganz nette Plätzchen gibt. Wir suchen die notwendigen Ämter auf um auszuklarieren. Zum Glück kostet es diesmal nichts. Gleich morgen werden wir weiter Richtung Westen segeln.

3 1/2  Tage dauerte die Überfahrt nach Niue. Und wie immer nach einer grösseren Überfahrt kamen wir pünktlich um 20 Uhr bei stockfinsterer Nacht am Nordzipfel von Niue an. Sollten wir es wagen? Der Navigator überprüft die Position mit dem Radar – Stimmt in etwa. Auch die wenigen Lichter von Häusern lassen uns erahnen, dass wir gut positioniert sind. Also Anfahren auf Alofi. 3 Stunden dauert das Herantasten an die richtige Stelle. Und dann nocheinmal 1 Stunde um vor den Hafen von Alofi anzukommen. Immer wieder wir mit Tiefenmesser und Radar die Position kontrolliert. Vergangene Erfahrungen zeigten uns, dass diese Küsten von 30 auf 0m fallen.

Am nächsten Morgen sehen wir, dass es auch hier der Fall gewesen wäre. Und unser Anlanden ein böses Ende hätte nehmen können. Doch wir haben Glück, wir finden eine mooring Boje in der stockdunklen Nacht. Kurz nach Mitternacht ist Allure fest an einer Boje und die Mannschaft erleichtert. Noch eine Nacht draussen, einfach auf Tageslicht warten, wir hatten keine Lust. Eine Neuseeländische Yacht kommt etwas früher an, sie warten draussen.

Nieue wird für 4 Tage unser neues Heim. Jede weitere ausländische Insel ist 300 oder mehr sm weit weg. Erstaunlich hier zu leben. Aber wir finden nur nette und scheinbar glückliche Leute. Wir plaudern oft über das Leben hier, doch alle scheinen damit zufrieden zu sein. Und die, die nicht zufrieden sind, die leben in Neuseeland.

Am Samstag wird einklariert, Am Sonntag machen Edith und ich eine Inselrundfahrt. Und wir verfahren uns. Ja ja wir finden einen Dschungelpfand und anstatt weiter nach Norden, zurück nach Alofi zu radeln führt uns der Pfand noch weiter nach Süden. OK, die schöne Fahrt wird dann unter Hochleistungssport abgebucht. Anstelle von gemütlichen 20 km machen wir fast das Doppelte über Stock und Stein. Und die alten Lütli sind auch nicht mehr soo trainiert wie anodazumal.

Dass die Uhren hier etwas anders laufen lernen wir bald. Unser Dinghi-Motor will nicht mehr. Wir können kein Gas geben und Wasser läuft auch nicht mehr durch den Motor zur Kühlung. Ich frage nach einem Mechaniker. Am Freitag wird der Termin auf Montag um 10:00 festgelegt. Der Chef von lokalen Yachtklub YCN kommt persönlich mit Lastwagen und die Heini’sj, die gemieteten Fahrräder und den Dinghi Motor abzuholen. Wir suchen den Mechaniker auf. Er wird um 14 in seiner Werkstatt auftauchen.

Der Montag, eben ein verlorener Tag, weil wir ja immer unseren Mechaniker suchen mussten, aber immerhin ein weiterer Bike – Trainingstag. Es ging nämlich gleich hinter Alofi steil hinauf zum Flughafen. Sicher 60 Höhenmeter, und das 5x am Montag. Einmal sogar einhändig, in der anderen Hand der Benzintank. Zu dritt werkeln wir am Dinghi Motor. 15:59 wird die letzte Schraube angezogen und ich versuche den Motor zu starten. Irgendetwas ist noch faul mit den Gängen, ich reisse die Startschnur aus ihrer Halterung. Der Werkstattchef und seines Zeichens Niue Parlamentsabgeordneter erklärt, dass auf Niue um 16:00 die Arbeit nieder gelegt werden muss. Morgen um 10 Uhr machen wir dann weiter. Also, warten auf Dienstag.

 

Weiter Richtung Westen

Der Traum ist und bleibt ein Traum, aber jetzt sind wir wieder wach. Alle unsere Freunde sind zurück in der Schweiz. Edith und ich sind wieder alleine unterwegs, unseren nächsten Zielen entgegen: Jasmin, in Fidschi, Anfangs Juli.

Der Weg dorthin führt unter anderem via Cook Islands. Die haben ja den Namen zu Ehren des grossen Seefahrers James Cook, Entdecker und vor allem Kartograph (es gibt noch heute “moderne” Seekarten, die auf seinen Aufzeichnungen beruhen). Jetzt gerade sind wir auf Rarotonga.

Unsere Freunde haben uns gefragt wie sich Rarotonga mit Bora Bora vergleichen lässt. Ich habe zurückgeschrieben boring boring. Wir sind im Norden im Hafen der Hauptstadt Avarua.

Das ist natürlich ungerecht. Aber tatsächlich, Rarotonga ist für Segler kein Traumziel. Wir sind im Hafen, sonst kann man nirgends anlegen. Rarotonga ist zwar von einem Riff umgeben, aber dieses ist nicht wirklich Schiffbar.

Am Freitag haben wir die Insel überquert. 5 Stunden zu Fuss, über Bergli, durch Flüssli und durch den Sumpf. Es hat Spass gemacht, obwohl es manchmal ein Chrampf war. Edith hat oft auf die Zähne beissen müssen, aber sie war tapfer.

Wir haben hier auch viel Geld liegen lassen. Nicht freiwillig, aber jedes Amt von Ankunft über Gesundheit bis Zoll, alle wollen NZ-Dollar. Ich würde niemandem Empfehlen Rarotonga anzulaufen, finanzieller Aufwand und Ertrag stimmen nicht überein.

Morgen Sonntag laufen wir aus und hoffen als nächstes Ziel Aitutaki die nördlichste der Südlichen Cook Island anzulaufen. Dort soll es viel schöner sein. Aber das kannst Du dann nachlesen.

Übrigens, wenn Du über James Cook nachliest und etwas über Skorbut, dann hat es da einen groben Fehler. Also Skorbut wird nicht mit Vitaminen oder gar Zitronen bekämpft, sondern mit Cuba Libre, original Rezept mit Zitronenschnitz. Wir auf der Allure haben immer dann mit Skorbut zu kämpfen, wenn uns der Bacardi ausgeht.

Erwin, ein Starfotograf und die Gesellschaftsinseln

Erwin ist Berufsfotograf. Er hat ein paar (1`000) Bilder gemacht und hat ein Paar in Picasa gestellt. Er ist natürlich viel schneller als ich, also klaue ich seine Bilder und gebe sie Dir weiter via diesen LINK.

Erwin hat die Bilder noch etwas verschönert. Aber ehrlich es ist so schön dort wie seine Bilder zeigen. Ich werde dann auch noch ein paar ins Internet stellen. Dann kannst Du ja vergleichen, was ein Heini fertig bringt und was ein Starfotograf. Übrigens beide waren an demselben Ort.

Die Bilder sind ausschliesslich  von den Gesellschaftsinseln. Vielleicht hast Du den vorherigen Bericht gelesen…. ein Traum geht in Erfüllung. Wenn Du Erwins Bilder siehst, dann verstehst Du was ich mit dem Traum meine.