Ein Morgen in Tonga Vavau

Was für ein Morgen

Zuerst begrüssen mich zwei Haie beim Morgenschwum. Ein Schwarzspitz Flossenhai schläft im Sand und ein Grau Hai sucht sich sein Frühstück.

Zurück auf Allure ruft Edith Wale. Und schon können wir 2 Walen beim Spielen zuschauen. Das Spektakel dauert eine gute halbe Stunde.

Und zum Schluss bekomme ich 2 Weet-Bix in heisser Milch. Was für ein Morgen im Aussenriff im Süden von Vavau

Tonga oder wie man sich in den Norden kämpft

Tonga ist vielschichtig. Eine Schicht, Internet funktioniert nicht. Jetzt gerade, weit ausserhalb der Hauptinsel Vanuatu hat es brauchbares Internet. Keine Bilder nur Text. Aber sonst…

Losgezogen sind wir von NZ anfangs Mai. Unsere Ziel, Tongatapu, die Hauptinsel im Süden von Tonga. Unterwegs trafen wir einen anderen Segler der zuerst das Minerva Riff anlaufen wollte. Also abfallen und auch das Minerva Riff anlaufen.

Es ist schon toll so mitten im Nichts zu ankern. Nur bei Niedrigwasser schauen ein paar Steine aus dem Wasser. Und bei Hochwasser schaukelt es recht, weil halt die Wellen über das Riff spülen. 3 Nächte bleiben wir. Und am Samstag zieht ein Sturm über uns hinweg, Aber wir liegen angenehm im nördlichen Minerva Riff. Am 4 Tag segeln wir los, wieder Richtung Tongatapu. Wir wollen endlich den Königstaat sehen. Schlussendlich sind wir nicht besonders begeistert von Tongatapu. Obwohl, wir bleiben insgesamt fast 3 Wochen. Denn, nachdem wir unsere Gäste Paul und Dani an Bord geholt haben, stürmt es für Tage. Und der Wind will partout nur aus nördlichen Richtungen wehen.

Vielleicht kannst Du dich noch erinnern, vor einem Jahr lagen wir in Fidschi und wollten Winde aus nördlicher Richtung um in die Lau-Gruppe zu segeln. Damals wollte der Wind nicht. Jetzt will er nicht, dass wir nach Nordosten segeln können.

wir kämpfen uns langsam nach Nordosten. Das hat den Vorteil, dass Du anhand der Beschreibung gleich  die Geografie von Tonga kennen lernst. Die 7 Inselgruppen mit Tongatapu im Südwesten und Niuatoputapu im Nordosten liegen eigentlich Quer zur Hauptwindrichtung. Aber Nordostwind ist einfach falsch, richtig wäre die Vorherschende Windrichtung Südost. Tau ist die nordöstlichste Insel der südlichen Inselgruppe Tongatapu. Tau ist also unser erstes Etappenziel.

Früh am Morgen segeln wir los von Tau Richtung Nomuka-Gruppe. Sollte der Wind gut sein, so schaffen wir die 50 SM, sollte der Wind nicht so gut sein, sollten wir wenigstens Kelefesia, die nächste der südlichen Gruppen erreichen. Die Hauptinsel Kelefesia ist 30 SM weg.

In den Gewässern von Tonga kann man nur zwischen den Gruppen nachts segeln. Jede Inselgruppe ist von einem mehr oder weniger dichten Korallenriff umgeben. Also darum nur Tagesetappen. Und da ist 30 SM schon ambitiös.

Wir erreichen um 15 Uhr Kelefesia. Ein schöner Ankerplatz und auch noch geschützt gegen den Nordostwind. Wir melden uns in Kelefesia nicht an. Zu kompliziert und wir verschwinden ja gleich wieder am Morgen.

Als nächstes schaffen wir dann Nomuka, die dritte Gruppe von Süden her gezählt. Obwohl es viele Riffe hat, liegt der Ankerplatz recht ungeschützt genau in Windrichtung. Entsprechend bläst es die ganze Nacht mit über 20 Knoten aus Nordost. Nur die Batterien sind glücklich. Die sind nämlich am Morgen schon voll geladen. Der Windgenerator hat ganze Arbeit geleistet.

Am nächsten Tag erreichen wir den südlichen Teil der Nomuka-Gruppe. Wir schaffen es bis zur Insel Limu. Die liegt ca 1/3 Südlich von der gesamten Länge der Nomuka-Gruppe. Mit 67km die längste Inselgruppe im Tonga Archipel. Am nächsten Tag segeln wir nach Nordosten gegenan in die Hauptstadt der Nomuka-Gruppe Haápai auf Lifuka. Dort melden wir uns wieder an. Ja ja in jeder Inselgruppe muss man sich an und abmelden. Das kostet ausser Zeit nichts. Ist eigentlich ganz lustig, ist es doch einer der wenigen Möglichkeiten mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. In Haápai wird auch wieder etwas Proviant aufgenommen. Auch Diesel Bunkern wollen wir. Aber als wir kommen wird die Tankstelle geschlossen wegen kein Treibstoff mehr. Es gefällt uns sowieso nicht hier also weiter. Immer schön mit Nordostwind. Am Nordende der Nomuka-Gruppe gibt es eine kleine Insel Foa mit einem Resort. Soll schön sein dort, aber schwierig um einen Weg durch die Untiefen zu finden. Der Führer beschreibt, dass nur 1 Schiff dort ankern könne.

Wir finden Foa, wir finden die Durchfahrt und wir finden ein anderes grosses Segelboot. Aber wir finden auch noch einen Ankerplatz für uns. Und Russel, den wir unterwegs kennen gelernt haben, für den finden wir auch noch einen Platz. Also 3 Yachten. Später wird noch eine 4te dazu kommen.

Foa ist wirklich schön. So wie man sich ein Südsee-Ankerplatz vorstellt. Und auch zum Tauchen bzw. Schnorcheln findet man Gelegenheit. Und die Langusten für 19 CHF sind wirklich Spitze. 19 CHF bezahlen wir für das ganze Menu.

Erst am 5 Tag zieht es uns weiter nach Vava´u. Aber damit wir es auch wirklich schaffen machen wir noch auf der nördlichsten Insel der Nomuka-Gruppe, Haano fest. Jetzt sollten wir es wirklich schaffen trotz angesagtem leichten Ostwind. Jawoll Ostwind! Um 3 Uhr morgens legen wir ab. Nach Neiafu ist es 65 SM. Und aus der Bucht können wir auch im dunkeln auslaufen. Nun der Wind dreht tatsächlich im Verlauf des Tages nach Osten. Und stündlich wird es mehr. Und schlussendlich laufen wir mit über 8 Kn Neiafu an. Wir sind schon um 12 Uhr dort. Das hat ja bestens geklappt.

Paul wird uns in Neiafu verlassen. Hier liefen wir auch Güter ab für eine Station der Transocean Organisation ab. Hier werden wir ein Weilchen bleiben und vielleicht unsere ersten Wale sichten.

Um die Beschreibung von Tonga noch zu vervollständigen, nördlich von Vava´u Süd kommt noch Vava´u Nord und dann Niuatoputapu mit Tafahi zusammen. Bin gespannt ob wir es bis dorthin schaffen. Jetzt kennnst Du die Geschichte wie wir uns in den Norden gekämpft haben und kennst auch die Geographie von Tonga.

 

 

 

 

20 Tage Neuseeland

Am Sonntag den 15 November sind wir angekommen. Und heute am 24. November sind wir wieder zurück in Opua. Wir werden ja eine Heizung einbauen, wir freuen uns. Aber das ist nicht die Geschichte die wir hier erzählen wollen, wir erzählen lieber über unsere ersten 20 Tage in Neuseeland. Weiterlesen

Auf dem Trockenen

Es regnet. So sitze ich im Schiffinnern, zum Glück ziemlich trocken. Und es regnet weiter. Jasmin hat gerade per WhatsApp eine super Note durchgegeben. Ich esse Chinesen Take A Way. Und es Regent noch immer.

Also Allure ist an Land. Aufgebockt. Und ich fange an auseinander zu nehmen. Propeller weg. Oh da ist ja was kaputt. Getriebeöl ist milchig. also neue Dichtungen. 2´500 $. Die Ruder haben spiel, zu viel Spiel. Als Lager auswechseln. 1´500 $. Soll ich weiter aufzählen? Ich denke der Aufenthalt hier in NZ wird uns etwa 30´000 CHF kosten. Hauptsächlich Reparaturen und Service.

Nun ich hoffe, dass das nur alle 3 Jahre vorkommt. Sonst sind wir dann schnell pleite.

Oh, es regnet weniger., hört glaube ich sogar auf. Aber es ist zu dunkel (20:20) zum weiter Arbeiten

Pacific News

Wir sind zufrieden in Neuseeland, Whangarei und wir denken an Freunde die sich entschieden haben in Fidschi zu bleiben. Wir denken auch an bekannte in Fidschi, Leute die wir kurz oder lang getroffen haben. Wir denken an unsere „Familie“ in der Laugruppe in Vulaga.

Wenn Du selber nachlesen möchtest: Cyclone Winston

Wir hören nur immer von solchen Unwetter. Bis jetzt waren wir glücklich und haben noch nie so etwas erlebt. Im Atlantik hatten wir während eines Squalls so 55 Knoten Wind. Und einmal, in Palma de Mallorca während einem Skipperkurs, da ging es auch heiss her. Du kannst es dir anschauen: auf Allure und Cabrera

Wie viel Wind ist viel Wind?
Ein Föhnsturm in der Schweiz so 100 – 120 km/h, zwischen 10 und 11 Bf
Wenn wir von viel Wind sprechen in der Schweiz sind das so 30 – 40 km/h also lumpige 4 bis 5 Bf
Die Beaufort Skala hört bei 12Bf auf. Das entspricht über 120 km/h
Winston soll mit 300 km/h auf Fidschi, Tavenui getroffen sein.

Tavenui liegt im Osten der Nordinsel Vanua Levu. In Vanua Levu, Savusavu sind wir ja angekommen. Und in Savusavu liegen einige Bekannte. Es galt als Hurrican Hole. Jetzt wohl nicht mehr.

Wir planen ja die nächste Saison nach Tonga zu segeln. Winston war vorher in Tonga. Er passierte den Süden von Fidschi, setzte sein zerstörerisches Werk in Tonga fort und kehrte jetzt zurück nach Fidschi.

Waitangi Day

Waitangi Day ist wie bei uns 1ter August. Auf dem hiesigen Rütli, sie nennen es Treaty Ground wurde 1840, am 6. Februar der Vertrag zwischen den Maori und den Europäern unterschrieben. Und seither gibt es Neuseeland offiziell.

Um 7 Uhr wollten wir beim Hochziehen der Flagge dabei sein. 6:15 Tagwach, 6:30 unter Protest von Edith loslegen Richtung Waitangi Treaty Ground. Wir waren pünktlich, aber die Flagge war schon oben. Und gesehen haben wir auch nichts.

Bald darauf, die ersten Kriegskanu. Und sie kurvten genau um unseren Ankerplatz. Toll

Waka 37m langes Kriegskanu

Waka 37m langes Kriegskanu

 

 

 

 

 

Alle umliegenden Wiesen wie der Treaty Ground waren besetzt von Ständen, Bühnen und Besucher. Musik, modern, Maori und Militär. Und auf das freuten wir uns besonders:

Haka 161Grimmig, diese Haka-Tänzer. Die Gesichter und die Tätowierung dienen dazu, den Gegner einzuschüchtern.

Haka Tanz

Bei den Zuschauer hatten sie Erfolg, alle Klatschten bei dieser Darbietung.

 

Am Abend gingen wir zurück nach Russel für die Nacht. Heute Sonntag noch schnell einkaufen und dann segeln wir gemütlich Richtung Whangarei. Allure bekommt ihre verdienten Überholarbeiten. Langsam wird es dringend notwendig. Motor raucht, wir haben verschiedene Lecks und viele neue Ausrüstungsgegenstände die wir einbauen müssen.

 

 

Es ist Sommer in NZ, ist es Sommer in NZ?

Also wir sind erfreut, es ist wärmer und es regnet weniger. Wir können das genau beurteilen, denn wir segeln tag für tag irgend wo im schönen Bay of Islands.

Vorher: 3 Tage Regen, 2 Tage schön
Jetzt   : 2 Tage Regen, 3 Tage schön, aber immer warm (Wassertemperatur 20 Grad)

Neue Inseln, neue Buchten und neue Wege zum Joggen. Manchmal treffen wir alte bekannte, manchmal segeln wir inmitten der Milenium-Regatta. Die Segelwoche in Bay of Islands hat ein paar 30 m Plus Yachten hierher gelockt. Wir haben sie dann an der Boje abgedrängt mit einem klassischen hineinwende Manöver 🙂

Stimmt natürlich nicht wir hatten gebührend Abstand. War aber trotzdem toll zu sehen wie die sich vor die Büge wenden. und wir mal gerade mit 30m Abstand.

Kerikeri, Cook Bay, Urupukapuka alles Plätze die wir wieder besucht haben. Vergiss nicht, www.s-hit.ch Menüpunkt Allure zeigt wo wir in etwa sind. Nächstes Ziel Waitangi Day. Das ist wie
1. August. Aber bis dann hörst Du wieder von uns.

Unterschrift:
2 zufriedene Blauwassersegler